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Wie gut ist die GKV für die Zukunft gerüstet?

Die gesetzliche Krankenversicherung (kurz GKV) finanziert sich über das sogenannte Umlagenverfahren. Das heißt konkret: Bis zur sogenannten “Beitragbemessungsgrenze” (in 2009 Euro 44.100,-)  zahlen Mitglieder der GKV monatlich einen bestimmten Anteil (derzeit ca. 15,5 %) ihres Einkommens als Beitrag.

Familienmitglieder ohne Einkommen sind beitragsfrei mitversichert. Im wesentlichen decken bzw. deckten die Einnahmen die Ausgaben. Durch die gestiegene Lebenserwartung und die Massenarbeitslosigkeit stehen immer weniger Beitragszahler einer größer werdenden Zahl von Leistungsempfängern gegenüber.

Um der Kostenexpansion zu begegnen, kennt die GKV nur zwei Mittel:
  1. Beitragserhöhungen: In den letzten 35 Jahren stieg der durchschnittliche Höchstbeitrag von DM 98,40 (1970) auf rund Euro 569,- (2009).

  2. Leistungskürzungen: Nach den Gesundheitsreformen 1977, 1982, 1983, 1989 und 1993 wurde in 1997 die sog. "dritte Stufe der Gesundheitsreform" in Angriff genommen, und so ging es bis 2007 weiter, immer wieder Reformen – und so wird es bleiben.

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27.04.2009