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Was kann passieren?

Beispiele aus der Schadenpraxis

Bei einem heftigen Gewitterregen konnte das Kanalsystem die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Der im Kellergeschoss einer radiologischen Praxis installierte Kernspintomograph wurde durch das eindringende Wasser schwer beschädigt. Ähnliche Schadenfälle ereignen sich durch fehlende oder defekte Rückschlagventile im Abflusssystem.

Eine Mitarbeiterin stolperte beim Kaffeeholen über ein ungesichertes Kabel. Heißer Kaffee beschädigte den laufenden Fileserver erheblich.

Möglicherweise durch einen bereits gekündigten Mitarbeiter wurden in einem durch Code-Karte gesicherten Rechenzentrum mutwillig Datenträger zerstört und die Steuerung der Klimaanlage manipuliert. Dadurch kam es zu schwerwiegenden Schäden an der zentralen DV-Einheit.

Kleine Ursache - große Wirkung: Durch Mäusefraß in der Steuerungszentrale eines Produktionsbetriebes kam es zu einem Kurzschluss mit weitreichenden Folgen für die empfindlichen elektronischen Anlagen und Produktionsausfällen. Die häufig komplizierte Schadenursachenermittlung war in diesem Fall einfach: Der kleine Nager hatte bei der Aktion sein Leben gelassen. Die qualifizierte Beratung durch ein Ingenieurteam der Versicherung führte zur Vereinbarung von Schadenverhütungsmaßnahmen, die solche Schäden für die Zukunft vermeiden helfen.

Durch ein gekipptes Fenster stiegen Einbrecher in ein Ingenieurbüro ein. Sie fanden offenbar nicht das Erhoffte und zerstörten mutwillig u.a. 2 Kopiergeräte und 5 teure CAD-Arbeitsplätze.

Sturm beschädigte eine Satellitenempfangsstation. Eindringendes Regenwasser zerstörte die elektronischen Einbauten.

Ein Blitz schlug in das Leitungsnetz ein. Die dadurch verursachte Überspannung beschädigte Netzteile und elektronische Baugruppen in Anlagen eines Satz- und Reprostudios.

Ein durch Materialfehler ausgelöster Schmorschaden in der Verkabelung einer Telefonzentrale führte zu Rauchgasbeaufschlagung elektronischer Schaltkreise. Trotz umgehend eingeleiteter Sanierungsmaßnahmen musste eine Vielzahl hochwertiger Baugruppen ersetzt werden, weil sie durch aggressive Chlorgaskorrosion bereits zerstört waren.

Ein Dialysegerät wurde durch Unachtsamkeit des Reinigungspersonals umgestoßen. Der entstandene Sachschaden war erheblich.

Vermutlich infolge von Wartungsarbeiten kam es durch ein loses Bauteil zu einem Schaden an einem Röntgengerät. Die Elektronikversicherung kam für den Schaden auf, nachdem der Wartungsfehler dem Serviceunternehmen nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.


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28.10.2000